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Ausstellung
Klangweihnachtsbäume und andere Geschenke
Präsentation von Schülerprojekten zum ,,Stille Nacht''-Jubiläum
21.11.2018-18.12.2018
Foyer | Universität Mozarteum | Mirabellplatz 1 | 5020 Salzburg
Veranstalter: Department Musikpädagogik Salzburg
Ausstellungsdauer: Do, 22.11. - Di, 18.12.2018
Leitung des Forschungsprojekts: Michaela Schwarzbauer

Ein Projekt im Rahmen von "Sparkling Science", vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft gefördert
Das 1818 in Oberndorf bei Salzburg erstmals aufgeführte Weihnachtslied „Stille Nacht! Heilige Nacht“ steht 200 Jahre später in vielfältiger Weise im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Ein an der Universität Mozarteum verankerten Forschungsprojekt stellte im Jubiläumsjahr die Frage: Welche kreativen Prozesse werden bei 15- bis 17-jährigen Schülerinnen und Schülern durch das Lied angestoßen? Ausgehend von einer intensiven Auseinandersetzung mit der Geschichte und Wirkung des berühmtesten Weihnachtsliedes der christlichen Welt, haben die Jugendlichen über Entkontextualisierungen und Verfremdungen des Originals einen eigenen Zugang entwickelt.

Schülerinnen und Schüler des BORG Gastein und des BORG Oberndorf verbinden Assoziationen zur Friedensbotschaft des Liedes mit Überlegungen, wer dieser „holde Knabe im lockigen Haar“ ganz konkret sein könnte. Vielfältige Gedanken – zentrierend um „Stille“, „Frieden“, „Erlösung“ – werden in der Gedankenwelt der Jugendlichen freigesetzt. Kreative Annäherungen, die bewusst eine fast klischeehafte Weihnacht unter einem funkelnden Sternenhimmel aufrechtzuerhalten suchen, verbinden sich mit teilweise plakativ anmutenden oder auch provokanten Zugängen. Angesichts eines eben gar nicht mehr stillen Weihnachtsrummels fühlen sich etliche Jugendliche angespornt, dem Publikum die Auswüchse einer mehr und mehr von Konsum bestimmten Welt in grell gestalteten Plakaten vor Augen zu halten.

Erweist sich die Friedensbotschaft des weltweit von rund 2,4 Milliarden Menschen in mehr als 300 Sprachen und Dialekten gesungenen Liedes als tragfähig in einer Zeit, in der Menschen auf Grund ihrer politischen oder religiösen Überzeugung an den Rand gedrängt, sogar eingekerkert werden? Die lebensgroßen Silhouetten von „Writers in Prison“ sollen Besucherinnen und Besucher der Ausstellung dazu anhalten, die Botschaft vor dem Hintergrund des Verbots, die eigene Meinung zum Ausdruck zu bringen, zu reflektieren.
Eintritt frei!
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